Der Fenchel ist eine uralte Gewürz- und Heilpflanze. Er wird bis zu zwei Meter hoch und hat einen fleischig verdickten Stängel. Wie bei allen Doldengewächsen bilden beim Fenchel Doppeldolden mit kleinen, gelben Blüten einen eindrucksvollen zusammengesetzten Blütenstand. Wegen seines angenehmen Geschmacks, seiner darmstabilisierenden und blähungswidrigen Wirkung hat er sich besonders in der Kinderheilkunde bewährt. Äußerlich ähnelt der Fenchel dem Dill, er ist aber im Wuchs wesentlich kräftiger. Die Inhaltsstoffe und der Geruch sind eher dem Anis vergleichbar.
In seiner Signatur als Doldengewächs sammelt der Fenchel die kosmischen Kräfte und leitet sie über die starken Stängel in die Erde. Seine Fähigkeit, Knollen auszubilden, weisen auf seine ausgleichende Wirkung hin: Er verbindet Himmel- und Erdelement.
Dass Prometheus die Himmelsglut mit Hilfe eines Fenchelstängels zur Erde gebracht hat und damit der Menschheit das Feuer, erscheint ebenso plausibel, wie die Nutzung eines Schachtelhalmstängels. Die Fencheldolde mit ihren gelben Blüten erinnert an die Räder von Helios Sonnenwagen.
Die stark ausgebildeten Blattscheiden umschließen den Stängel wie schützende Hände und betonen den pflegenden, behütenden und nährenden Charakter der Pflanze. Der angenehm schmeckende Fencheltee wird stillenden Müttern zur Steigerung der Milchbildung und Kleinkindern zur Stabilisierung der Darmflora, vor allem aber gegen Blähungen, angeboten.


