Eins vorneweg: Die räumliche Trennung zwischen Ziergarten, Nutzgarten und Naturgarten ist kein Naturgesetz! Ein Totholzhaufen mitten im Kartoffelbeet, Wildstauden in der Rosenrabatte, Schnittblumen zwischen Kohlrabi: Alles ist möglich, die Einteilung eines Gartens in Funktionsräume entspringt lediglich dem typisch menschlichen Schubladen-Denken und sollte uns in der Gestaltung und Nutzung unseres Gartens in keiner Weise einschränken!
So sind auch Schönheit und Genuss keineswegs Privilegien des Zier- bzw. Nutzgartens: Auch der Naturgarten kann schön und nützlich sein! Die filigrane Anmut heimischer Frühjahrsblüher im Wildstaudenbeet oder erfrischender Holunderblütensirup zeugen davon ebenso wie die hübschen Marienkäfer, die sich in den Nischen eines Holzstapels verkriechen und deren Larven den Blattläusen am Apfelbaum zuleibe rücken.
